Freie Szene

Mutig in die neuen Zeiten

Versorgerin #80, Dezember 08

Heller brachte uns den Neoliberalismus. Meint Andreas Wahl.

Format: 
Artikel

„Mit Heller / werden wir zum Bestseller“ hat der Linzer Kulturstadtrat Erich Watzl in seiner Abteilung dichten lassen. Der Öffentlichkeit vorgestellt hat er diesen Zweizeiler bei der Präsentation des Programmbuches für das Kulturhauptstadtjahr 09. Eigentlich wollte er dieses Kleinod der heimischen Dichtkunst dem Theater Phönix entgegenschleudern, das seit 20. November das Stück „Der Zwerg ruft“ von Kurt Palm gibt. Die darin auftretende Figur des „Kulturmanagers Dunkler“ trägt nämlich ein T-Shirt mit der Aufschrift „Watzl is my Schatzl“.


Schock! Horror! Es ist Linznulljein!

Versorgerin #80, Dezember 08

Eigentlich wollte Linz ja bloß Kulturhauptstadt werden. Dann aber begannen Planung und Programmentwicklung zu diesem Event. Seither trägt Linz eine weitere Würde. Als Ambivalenzhauptstadt Europas. Von Andreas Kump.

Format: 
Artikel

Beginnen wir mit einer journalistischen Todsünde – mit einer waschechten Selbstreferenzialität. Die immer dann über nicht zu beneidende Lesende kommt, wenn ein Journalist darüber schreibt wie es einem zweiten Journalisten bei der Arbeit ergangen ist. Was normalerweise für schwierige Situationen der Berichterstattung vorbehalten ist – für Kriegshandlungen, Zensurversuche oder die privilegierte Erfahrung anderer Katastrophen –, aber vielleicht handelt es sich ja um eine solche.


Im Schwitzkasten

Versorgerin #76, dezember 07

So hat es ja kommen müssen! Seit vor mittlerweile x Monaten klar geworden war, dass ausgerechnet Linz zur Europäischen Kulturhauptstatt 2009 werden soll, scheint alles immer schlimmer zu werden. Ein "Kommentar" von Chris Eder.

Format: 
Artikel

So hat es ja kommen müssen! Seit vor mittlerweile x Monaten klar geworden war, dass ausgerechnet Linz zur Europäischen Kulturhauptstatt 2009 werden soll, scheint alles immer schlimmer zu werden. Zuerst stellt sich heraus, dass die maßgeblichen Linzer Politiker und Finanziers unter Kultur hauptsächlich das schnelle Abreissen, Aufgraben, Umwidmen und Betonieren im Zusammenhang mit Immobilien verstehen, dabei auf partizipative Planungsmethoden pfeiffen und das Ganze mit einem vagen "für die Kulturhauptstadt" rechtfertigen.


Ein Interview mit zweitausendnein

Versorgerin #76, dezember 07

"Vor zwei Jahren (als noch nullsex war) wurde zweitausendnein erfunden. Denn Kultur ist kein Preisfischen, wo nur das Gewicht und die Masse zählt."

Format: 
Artikel

Seit wann und warum gib es zweitausendnein?

Vor zwei Jahren (als noch nullsex war) wurde zweitausendnein erfunden. Denn Kultur ist kein Preisfischen, wo nur das Gewicht und die Masse zählt. Es kommt auf die Köderführung, die Präsentation an. Es geht darum mit Stil etwas rauszuziehen und nicht Parasiten einzuschleppen.


Ein Interview mit linznullnein

Versorgerin #76, dezember 07

"Schon länger ist offensichtlich, dass es den Machern von 09 nicht um die lokalen, spezifischen Eigenschaften geht."

Format: 
Artikel

Seit wann und warum gibt es linznullnein?

Schon länger ist offensichtlich, dass es den Machern von 09 nicht um die lokalen, spezifischen Eigenschaften geht. Die dringen ein wie die Gourmets und wollen bloß Linzer Kost vernaschen aber beschäftigen sich nicht mit der Sache selbst, mit dem Selbstverständnis und der Geschichte. Sie lassen nur auftischen und gerieren sich dann als Geschmacksleiter. Alles wird ausschließlich über die Befindlichkeit des Gaumens beurteilt.
Die Szene muss sich gegen dieses Teile & Herrsche-Prinzip wappnen. Es muss sich ein Oppositionsbewustsein bilden.


Syndicate content