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Ein Interview mit zweitausendnein

Versorgerin #76, dezember 07

"Vor zwei Jahren (als noch nullsex war) wurde zweitausendnein erfunden. Denn Kultur ist kein Preisfischen, wo nur das Gewicht und die Masse zählt."

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Seit wann und warum gib es zweitausendnein?

Vor zwei Jahren (als noch nullsex war) wurde zweitausendnein erfunden. Denn Kultur ist kein Preisfischen, wo nur das Gewicht und die Masse zählt. Es kommt auf die Köderführung, die Präsentation an. Es geht darum mit Stil etwas rauszuziehen und nicht Parasiten einzuschleppen.


„2009 träumt sich Linz ein Loch in den Himmel“

versorgerin #76, dezember 07

Christian Wellman war bei der Präsentation des „Programmbuch 1/3“ von Linz09, dem auch der überaus phantasievolle Tiel für diesen Text entstammt.

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Welcome to Stall City! Ciao, hier wird die Geschichte „eines vom Smog geplagten Industriestandorts, der sich selbst zu helfen wusste“ (Onkel/Intendant Martin Heller) erzählt. Lasset uns andächtig Brösel und Buffetreste aus dem Kultur-Nabel kitzeln – liebe Mitgeschädigte oder Mittendrinseiende – und diese edlen Spenden korrekt getrennt an unterernährte Kinder in Vilnius (Linz09-Schwesterstadt) gerecht verteilen.


Ein Interview mit linznullnein

Versorgerin #76, dezember 07

"Schon länger ist offensichtlich, dass es den Machern von 09 nicht um die lokalen, spezifischen Eigenschaften geht."

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Seit wann und warum gibt es linznullnein?

Schon länger ist offensichtlich, dass es den Machern von 09 nicht um die lokalen, spezifischen Eigenschaften geht. Die dringen ein wie die Gourmets und wollen bloß Linzer Kost vernaschen aber beschäftigen sich nicht mit der Sache selbst, mit dem Selbstverständnis und der Geschichte. Sie lassen nur auftischen und gerieren sich dann als Geschmacksleiter. Alles wird ausschließlich über die Befindlichkeit des Gaumens beurteilt.
Die Szene muss sich gegen dieses Teile & Herrsche-Prinzip wappnen. Es muss sich ein Oppositionsbewustsein bilden.


Bodenständig mit Tiefgang

versorgerin #75, September 07

Andreas Kump über den „Botschafter“ von Goisern.

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Was ist das: es hat 48 Seiten, enthält 30 Abbildungen von Hubert von Goisern (HvG), fünf Fotos von Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz (vier Mal sind sie gemeinsam abgebildet) und ein Passbild von Linz09-Intendant Martin Heller? Das ist die Ausgabe 1, Sommer 2007 des „Red Bulletin“, eines Magazins der Red Bulletin GmbH, Auflage 870.000 Stück.


Ist Frauenpolitik noch zeitgemäß?

Versorgerin # 74, Juni 07

Ein Nachtrag zur Kopfstand´09 Veranstaltung in Stichworten von Anna Masoner

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Die zweite Frauenbewegung war gestern, an die erste können wir uns schon gar nicht mehr erinnern. Doch was passiert heute und wie geht Mann als Intendant von ´09 damit um, dass manche wehement auf die Aktualität von Frauenpolitik hinweisen und andere sie für ein Auslaufmodell halten?


Wäscheleinen im globalen Dorf

Versorgerin # 74, Juni 07

Eugenie Kain über Kontinuitäten und Brüche des Lebens in Linz.

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„Lebt wieder in Linz“. Was heißt das? Hat schon einmal in Linz gelebt, muss dann woanders gelebt haben, lebt wieder in Linz. Warum? Ist dieses „wieder“ jetzt endgültig? Nein.


Tanja hat geweint

Versorgerin #72, Dezember 06

Zigeunerschlösser, Giftler im Rosenstüberl und das Hauptstadtjahr. Eine Befürchtung. Von Walter Kohl.

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Tanja hat geweint. Rotz und Wasser heulte sie heraus. Eine Freundin hielt sie im Arm, Frau Kiesbauer spendete heuchlerischen Trost, wir vor den Bildschirmen waren zufrieden, weil in der zweiten Sendung schon das Versprochene eingelöst wurde: Die „Tränen-Garantie“. Die Rede ist vom ORF-Spektakel Starmania, welches derzeit um Quoten kämpft. Tanja und Andy und Nadine und die anderen hübschen jungen Menschen trällern Popsongs, die nichts mit ihnen und mit mir zu tun haben. Es geht dabei nicht um Unterhaltung mittels Schlager und Pop.


Festival Market Place Linz

Versorgerin #72, Dezember 06

Franz Fend ist durch Linz gestreift.

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Der Philosoph Walter Benjamin hat in den Dreißiger-Jahren des letzen Jahrhunderts bei seinen Streifzügen durch Paris die literarische Figur des Flaneurs eingeführt. Der Flaneur streift durch die Straßen und Passagen der Städte, lässt sich treiben beobachtet Menschen und Ambiente, macht sich seine Gedanken, reflektiert, erkundet, experimentiert. Die Figur des Flaneurs begleitet uns durch die gesamte Geschichte der kritischen Auseinandersetzung mit den Städten und mit dem, was die jeweils Herrschenden aus ihnen zu machen gedenken.


Einfach schreiben lassen

Versorgerin # 69, März 06

Ein Projektvorschlag für 09 von Eugenie Kain

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Bei der Krimiserie Columbo gibt es besonders viele Mörder und Leichen im Schriftstellermilieu. Der Inspektor schlurft dann an teuren Sportwägen vorbei zu den noblen Villen von Beverly Hills, um das Verbrechen aufzuklären und dem Mörder das Handwerk zu legen. Auch im Tatort und beim Alten werden hie und da Autoren umgebracht und auch hier haben sie schöne Frauen, teure Autos und einen Agenten fürs Geschäftliche. Nie werden im Fernsehen arme Poeten zu Mördern oder


An einem Maitag

Versorgerin #67, September 2005

Kulturhauptstadtjahrmarkt 2009 in Linz–Urfahr 2009. Von Tobias Hagleitner.

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Einige Beinpaare in zivilisierten Schuhen - gemacht und gekauft für bodenständige Repräsentationszwecke - schwingen hoch über dem Jahrmarktgelände plump wackelnd aus neonfarbenen Sitzkäfigen und drehen sich im Kreis. In Bodennähe sind rote Köpfe zu finden. Die einen sind vom Achterbahn Fahren erhitzt, den anderen glühen die Backen vom Rausch, manche leuchten rötlich durch einen Berg rosa Zuckerwatte.


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